Photobiomodulation mit dem Valeda Light Delivery System von Lumithera

FDA zugelassene Behandlung der trockenen AMD

Häufige Fragen

Wir haben nachfolgend die häufigsten Fragen unserer Patienten für Sie zusammengestellt und beantwortet. Selbstverständlich beantworten wir weitere Fragen gerne in einem persönlichen Gespräch oder per E-Mail.
Was ist die Valeda Therapie?

Die Valeda Therapie ist ein innovatives, nicht-invasives Lichttherapieverfahren zur Behandlung der trockenen altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Sie beruht auf Photobiomodulation (PBM), einer Lichttherapie mit niedriger Intensität, die spezifische Wellenlängen (rot, infrarot und gelb) auf die Netzhaut abgibt. Dabei wird die mitochondriale Aktivität in den Netzhautzellen stimuliert, wodurch Energieproduktion gesteigert, oxidativer Stress reduziert und die Zellfunktion verbessert wird. Ziel ist es, den Zellstoffwechsel und die Funktion der Makula zu stabilisieren und so das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen beziehungsweise die Sehfähigkeit zu erhalten oder teilweise zu verbessern.
Die Behandlung erfolgt schmerzfrei und ambulant in mehreren kurzen Sitzungen (in der Regel 9 Sitzungen innerhalb von 3-4 Wochen, je Sitzung etwa 5-6 Minuten pro Auge). Es sind keine Injektionen oder Medikamente erforderlich, und die Therapie gilt als gut verträglich mit minimalen Nebenwirkungen. Klinische Studien zeigen, dass Patientinnen und Patienten mit trockener AMD nach der Valeda-Therapie meist eine stabilere Sehleistung, ein besseres Kontrastsehen und teils verbesserte Lesefähigkeit erreichen können. Die Therapie eignet sich vor allem für Patienten im frühen und mittleren Stadium der trockenen AMD.

Valeda ist das erste Gerät, das speziell zur Behandlung der AMD konzipiert wurde und trägt die CE-Kennzeichnung und ist von der U.S. Food & Drug Administration (FDA) zugelassen.

Was ist Photobiomodulation (PMB) und wo wird sie eingesetzt?

Die Photobiomodulation wird seit über 80 Jahren in vielen medizinischen Bereichen zur Stimulierung der Zellregeneration angewandt. PBM verwendet spezifische Wellenlängen der Low-Level-Lichttherapie und wird oft auch als Rotlicht- oder Nahinfrarot-Therapie bezeichnet.
Das Licht dringt in das Gewebe ein und wird von den Mitochondrien (den „Kraftwerken“ der Zellen) absorbiert. Dadurch kann vermehrt Zellenergie (ATP), Sauerstoff und auch Schutzstoffe (Antioxidantien) bereitgestellt werden. Zusätzlich wird die Ausschüttung von Entzündungsparametern positiv beeinflusst und damit nicht nur die Durchblutung verbessert, sondern auch die Heilung gefördert.

Valeda ist das erste Gerät, das speziell zur Behandlung der trockenen AMD entwickelt wurde.

Was ist der klinische Nutzen der Valeda-Behandlung?

Die Behandlung mit Valeda kann Ihr allgemeines Sehvermögen verbessern, Ihre Sehkraft stärken und ihr Kontrastsehen optimieren. Mit bildgebenden Verfahren kann ein Rückgang der Drusen (Proteinablagerungen, die im kranken Auge beobachtet werden) dargestellt werden.

Für wen ist die Behandlung mit Valeda geeignet?

Valeda wurde zur Behandlung von Patienten mit diagnostizierter trockener altersbedingter Makuladegeneration (AMD) entwickelt. Da der Behandlungserfolg vom Stadium der Erkrankung abhängt, ist eine frühzeitige Diagnose hilfreich.

Für wen ist die Behandlung mit Valeda nicht geeignet?

Als Vorsichtsmaßnahme wurde Valeda nicht an Patienten getestet, bei denen Reaktionen auf Lichteinwirkung bekannt sind oder die eine Vorgeschichte von lichtbedingten Störungen des zentralen Nervensystems (z. B. Epilepsie, Migräne) aufweisen. Diese Patienten sollten nicht mit Valeda behandelt werden. Darüber hinaus sollten die Patienten nicht innerhalb von 30 Tagen nach Anwendung von photosensibilisierenden Medikamenten behandelt werden, ohne zuerst Rücksprache mit ihrem Augenarzt zu halten.

Bei Patienten mit feuchter AMD gibt es alternative effektive Therapien, wie Intravitreale Injektionen, die dann bessere Heilungschancen versprechen.

Wie ist der Ablauf der Behandlung?

Für die Valeda Behandlung ist keine Pupillenerweiterung notwendig. Bei der Behandlung werden für das Sehvermögen wichtige Zellen der Netzhaut mit Licht in speziellen Wellenlängen stimuliert. Für Sie ist die Behandlung völlig schmerzfrei. Die Behandlung beider Augen dauert in etwa 10 Minuten.
Es werden insgesamt 9 Behandlungen innerhalb von 4-6 Wochen durchgeführt. Zwischen den Sitzungen wird ein Abstand von mindestens einem Tag empfohlen.

Was muss ich vor der Valeda Behandlung beachten?

Es ist keine Vorbereitung auf die Behandlung erforderlich. Sie müssen lediglich Ihre Brille abnehmen oder die Kontaktlinsen herausnehmen.

Was kann ich während und nach der Behandlung erwarten?

Sie selber spüren nichts von der Behandlung, sondern sitzen bequem vor dem Valeda Gerät. Bei der Behandlung werden weder Augentropfen noch Medikamente oder Nadeln verwendet. Diese dauert weniger als 5 Minuten pro Auge. Durch das helle Licht während der Behandlung können Sie danach noch etwas geblendet sein oder auch Farben vorübergehend anders wahrnehmen. Diese Phänomene können direkt nach der Behandlung auftreten, verschwinden aber nach wenigen Minuten von selbst. Selbstverständlich können Sie nach der Behandlung alle normalen Tätigkeiten sofort wieder ausüben.

Wie oft wird die Valeda Behandlung durchgeführt?

Ein Behandlungszyklus besteht aus 9 Bestrahlungen innerhalb von 4-6 Wochen.
Eine Nachkontrolle erfolgt 2 Wochen nach der letzten Therapie.
Die neuesten Studien haben gezeigt, dass 2-3 Behandlungszyklen pro Jahr das beste Ergebnis erzielen.

Wie sicher ist die Valeda Behandlung?

In klinischen Studien mit Valeda gab es keine behandlungsbedingten Nebenwirkungen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen der Valeda Behandlung?

Die Photobiomodulation (PBM) ist eine lichtbasierte Therapie mit niedriger Intensität, die die Energieproduktion wichtiger Zellen der Netzhaut stimuliert. PBM wird seit Jahrzehnten bei verschiedenen Erkrankungen angewendet. Auch in klinischen Studien hat sich der Einsatz von Lichttherapie bei Patienten mit trockener AMD als sicher erwiesen. Valeda wurde so konzipiert, dass es für das Auge sicher ist. In bisherigen Studien mit der Valeda-Behandlung haben sich keine Nebenwirkungen in Zusammenhang mit der Behandlung gezeigt.

Was ist, wenn bei mir zuvor Grauer Star diagnostiziert wurde?

Auch Patienten mit Grauem Star können die Valeda-Therapie erhalten.

Was kostet die Valeda Behandlung?

Bei der Valeda Behandlung handelt es sich um eine Privatleistung deren Kosten leider von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.
Für einen Behandlungszyklus mit 9 Behandlungen werden pro Auge 900 € berechnet.
Das Erstattungsverhalten der Privaten Krankenversicherer ist sehr unterschiedlich. Wir empfehlen Ihnen daher, sich vorher bei Ihrem Versicherer zu informieren.

Was können Indikatoren für eine trockene AMD sein?
  • Verschlechterung der Sehfähigkeit.
  • Verschlechterung des Kontrastsehens.
  • Beeinträchtigung der Tiefenwahrnehmung.
  • Es dauert länger, bis sich das Auge an einen Wechsel von hell zu dunkel gewöhnt hat (Dunkeladaptation).
  • Es wird mehr Licht zum Lesen benötigt.
Woran kann man den Verlust der Sehfähigkeit bei AMD bemerken?

Mit Fortschreiten der AMD kann das zentrale Sehen beeinträchtigt werden und schlussendlich verloren gehen. Das führt zu Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern, Lesen, Fernsehen und Autofahren.

Woran kann man den Verlust des Kontrastsehens bemerken?

Der Verlust des Kontrastsehens führt dazu, dass Strukturen und Kontraste schwieriger zu sehen sind. Dies kann zu Schwierigkeiten beim Begehen von Gehwegen oder Treppen zur Folge haben und die Sturzgefahr erhöhen.

Woran kann man eine beeinträchtigte Tiefenwahrnehmung erkennen?

Eine beeinträchtigte Tiefenwahrnehmung macht es schwierig Abstände richtig einzuschätzen. Damit steigt die Gefahr von Unfällen und Stürzen erheblich.

Was sind Drusen und warum sind sie gefährlich?

Drusen sind Ablagerungen von Stoffwechselprodukten (Fette, Proteine) unter der Netzhaut und gelten als eines der Kardinalzeichen für eine altersabhängige Makuladegeneration (AMD). Sie bilden sich zwischen dem retinalen Pigmentepithel (RPE) und der Bruch-Membran, einer Versorgungsschicht im Auge. Drusen schränken den Nährstofffluss zwischen der Aderhaut und der Netzhaut ein. Die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens, wird dadurch nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Sie können unbehandelt zu einem Verlust des zentralen Sehens führen.

Da man die Drusen selbst nicht bemerkt, ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr essentiell.